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Gegen Bayern darf jeder verlieren in der Bundesliga. Daraus macht keiner ein Drama. Liebe ran-Datenbank, wurde schonmal ein Trainer nach einer Niederlage gegen Bayern München rausgeworfen? Schwer vorstellbar.

Insofern konnte man den heutigen Anpfiff ganz schön entspannt betrachten. Einzig die Möglichkeit einer allzuhohen Wiesn-Niederlage war beängstigend. Immerhin spielte hier Franck Ribery gegen Christopher Schorch. Andererseits: Auf der anderen Seite standen sich mit Miso Brecko und Ernesto Sosa zwei gegenüber, die in Sachen Spielniveau ähnlich gelagert sind, in Sachen Monatsgehalt aber um ein vielfaches auseinanderliegen.

Ich bin jetzt schon gespannt auf die Sportschau-Zusammenfassung. Mal sehen, ob die ARD tatsächlich eine Kölner Torchance entdeckt. Das Spiel heute war ähnlich angelegt wie das gegen Dortmund am ersten Spieltag – wir machen das neue Cottbus, ihr beißt euch die Zähne aus. Im August schoss Marvin Matip ein Eigentor, der Plan ging nicht auf. Heute hat es funktioniert.

Weiterhin freue ich mich auf die wütenden Proteste von den Herrn Breitnigge, Hoeneß und Probek sowie allen anderen Bayern-Fans, weil der FC so einen Nichtfußball fabriziert hat. Hey, es ist nicht unsere Schuld wenn eure Stürmer seit drei Spielen das Tor nicht treffen. Und es ist allemal legitim nur auf Ergebnissicherung zu spielen, wenn euer weiterhin abstrus miserabler Linksverteidiger Braafheid so viel gekostet hat wie unsere Leistungsträger Novakovic und Mohamad zusammen.

Zu Bayern überhaupt: Da gärt es ja ganz schön. Schweinsteiger schießt den Ball zur Halbzeit in die pfeifende Menge. Braafheid darf alle Freistöße von rechts treten, obwohl keiner in seiner Mannschaft das will. Und van Gaal hat jetzt genauso viele Punkte wie Klinsmann in der letzten Saison zu diesem Zeitpunkt. Und das obwohl die Mannschaft im Vergleich zur letzten Saison um 74 Millionen Euro + Olic verstärkt wurde.

Das wird eine spaßige Länderspielpause.

Und bei unserem FC kann es jetzt richtig losgehen. Fünf Punkte aus acht Spielen klingt nach arg zu wenig, aber gegen Dortmund, Wolfsburg, Frankfurt, Hamburg,  Schalke, Stuttgart, Leverkusen und Bayern könnte man vom Papier aus durchaus auch mit drei Punkten zufrieden sein. Die nächsten vier Spiele sind gegen Mainz, Trier, Gladbach und Hannover. Und dann sehen wir erstmal weiter.

One Response to “Die entspanntesten 90 Minuten der Hinrunde”

  1. probek

    Hoeneß, Breitnigge und meine Wenigkeit … illustre Runde. Protestieren werde ich aber nicht, warum auch, gibt ja keinen Anlass dafür.

    Denn das eher defensive Auftreten der Kölner war ja zu erwarten, vielleicht nicht unbedingt auf drei Auswärtspunkte ausgelegt, aber durchaus üblich für Mannschaften, die sich in München von vorneherein höchstens Konterchancen ausrechnen. Da muss dann eben die vermeindlich überlegene Mannschaft mehr Kreativität zeigen, damit es Tore oder auch nur hochkarätige Torchancen gibt. Bei diesen Faktoren hatten die Bayern aber nur wenig zu bieten, insofern ist das Unentschieden nur konsequent und nicht unverdient.

    Ansonsten: Braafheid (und Sosa) können ja nicht viel, aber Standards schießen können sie immerhin besser als die meisten anderen bei uns, die die sonst ausführen dürfen. Aber das nur nebenbei.

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