Trotz aller Bemühungen seitens DFB, Presse und Steffen Simon stellt die TSG Hoffenheim weiterhin einen wunden Punkt in der Wahrnehmung vieler deutscher Fußballfans dar. Vor allem die Diskrepanz zwischen dem eigenen Anspruch, aus der Jugendarbeit heraus erfolgreich zu sein und der Realität, Spieler für Rekordsummen aus dem Ausland zu verpflichten, stößt vielen bitter auf. Als Beispiel für den idealistischen Weg wird hierbei schon nahezu von Anfang an Marco Terrazzino genannt.
Ihn im Rahmen von 18mal18 zu begleiten, ist für mich ein vielleicht größeres Experiment als für die meisten anderen Autoren hier. Ich persönlich mag die TSG Hoffenheim nicht, und ich habe viele Gründe dafür, von denen die meisten völlig unrational sind. Wir sind ja schließlich beim Fußball. Dennoch halte ich Terrazzino für einen vielversprechenden Fußballer und seine Situation in einem selbsternannten Ausbildungsverein, der in seiner Spitzenclubwerdung in Deutschland einzigartig ist, für viel zu interessant, als dass dieses Thema hier nicht bearbeitet werden sollte.

