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Das dreckige Dutzend

Februar 7th, 2009

22 Tore hat der FC in dieser Saison erzielt, 12 davon Milivoje Novakovic. Die Topscorer danach: Radu und Petit mit je zwei Treffern. Einerseits ist das ganz schön übel. Andererseits ein Zeugnis der außerordentlichen Klasse des Typen, der nach einem halben Jahr Köln schonmal angeblichen Kontakt zum FC Augsburg (!!!!!) hatte. Man stelle  sich das mal vor.

Das Spiel heute hat Novakovic auch wieder im Alleingang, ich hätte fast geschrieben: gewonnen. Aber das stimmt natürlich nicht, weder das eine, noch das andere. Aber von vorne.

Die Aufstellung heute:

--------Novakovic-Radu---------
--Ehret-------------Vucicevic--
---------Petit-Pezzoni---------
-Matip-Mohamad--Geromel-Brecko-
-----------Mondragon-----------

Es bleibt weiterhin eine Aushilfself.  Das muss man auch nochmal betonen, weil es eine Stammelf ist. Aber Womé und vor allem Ümit fehlen auf den so wichtigen defensiven Außenpositionen. Und nachdem sich am letzten Samstag Taner Yalcin eigentlich festspielen konnte, musste er sich jetzt eine Oberschenkelverhärtung zuziehen. Für ihn also Vucicevic.

Und das war, muss man ehrlich sagen, zunächst mal ganz schön furchtbar. Die erste Halbzeit war die schlechteste in der bisherigen Saison. Dementsprechend verdient war auch der Rückstand, mal wieder durch eine Standardsituation, wie ungefähr immer in dieser Saison. Ich weiß nicht, warum man da nicht mal gezielt trainiert bzw. sich Erfolge einstellen.

Die zweite Halbzeit war besser, viel besser. Das 1:1 durch Novakovic folgerichtig, nach einem wunderbaren Pass von Brecko. Zur Erinnerung: Das ist unser Reserve-Rechtsverteidiger. Schön. Das 2:2 im Prinzip vorbereitet von Vucicevic, der von links kommend öfter den Distanzschuss suchte und dadurch beim nicht immer sicher wirkenden Pröll neue Chancen hervorrief. So also das Foul an Radu, der Elfmeter, die rote Karte. Danach spielte nur noch der FC, und das kann Mut machen. Vielleicht hat sich das Team einfach die Spielweise von Wolfsburg abgeguckt, in der ersten Halbzeit nix, in der zweiten aufdrehen. Kann man machen. 24 Punkte sinds jetzt und noch 15 Spiele, wenn wir immer unentschieden spielen bleiben wir sicher in Liga 1.

Interessant heute die Torhüter. Mondragon ist nicht ganz unumstritten, Pröll wird als Nachfolger gehandelt. Punktsieger heute klar Mondragon, trotz unglücklichem “Eigentor”. Plant man Prölls Verletzungsanfälligkeit mit ein, würde man sich mit ihm nicht verstärken, da bin ich mir sicher.

Außerdem: Es tut so gut, Geromel wieder auf dem Platz zu sehen. Der ist so gut, so gut. Zusammen mit Mohamad. Die beste Innenverteidigung seit Jahrzehnten, ca.

Ein Ärgernis Ishiaku, der einige Bälle verstolperte und es schaffte, einen gestoppten (!) Ball über das leere Tor zu schießen. Vorbereitet übrigens klasse von Marvin Matip, der, bevor er den Ball rüberspielte, auch durchaus hätte fallen dürfen. Dann hätte es Elfer gegeben, nochmal Rot für Frankfurt und drei Punkte. Aber auch mit einem bin ich zufrieden. So kann es weitergehen. In einer Woche geht es zuhause gegen Karlsruhe, da darf es ein Sieg sein. Dann sind es 27 Punkte, manche sagen, damit bleibt man dieses Jahr schon in der Liga. Glaube ich nicht. Aber hey.

Mondragon (2,5) – Matip (4), Mohamad (2), Geromel (2), Brecko (3) – Petit (3), Pezzoni (4) – Ehret (4), Vucicevic (4) – Novakovic (1), Radu (3,5)

2 Responses to “Das dreckige Dutzend”

  1. chris (geissblog.net)

    kann dir weitgehend zustimmen. nur die noten versteh ich nicht ganz:
    warum kriegt denn marvin matip die schlechteste note von allen, wenn er im abschnitt zuvor noch gelobt wird? und ehret war klar besser als vucicevic. na egal, wen interessieren noten. was zählt sind die punkte und da sind wir wohl beide ganz zufrieden! ;-)

  2. moritz

    Matip hat sich hinten ein ums andere Mal überrumpeln lassen, wodurch es echt gefährlich wurde. Ich finde es toll, wie er sich auf der ungewohnten Position zurechtfindet, aber heute war er, lässt man das außen vor, einer der Schlechteren – mit exakt der selben Note wie Pezzoni und die beiden offensiven Außen.

    Ehret hat wieder mal geackert wie nochwas, Vucicevic war anfangs ganz furchtbar, in der Endphase dann aber agiler und hat halt das Elfmeterfoul vorbereitet.

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