Hört man in Köln von einem Juniorentorhüter mit guten Leistungen, wird gleich die Hoffnung wach, den “neuen Bodo Illgner” vor sich zu haben. So war das auch bei Thomas Kessler. Dann kam er zur U23, sah direkt zu Saisonbeginn zwei rote Karten und war erstmal raus – immerhin war unter einen Konkurrenten auf der Position mit Paucken sogar ein Schütze des Tores des Monats. Sein Glück war die Entlassung von Trainer Latour, Daum erinnerte sich an Berichte über dieses Talent und ließ ihn fortan als Nummer 2 hinter Stefan Wessels und später Faryd Mondragon zu den Profis.
Dort kam er in der letzten Saison zu vier Einsätzen und insgesamt 10 Gegentoren, an denen er eigentlich immer unschuldig war, ein Makel bleibt dennoch, zumal er auch in dieser Saison in der Regionalliga in fünf Spielen schon 9 Gegentreffer kassieren musste. Da sieht er selten offenkundig schlecht aus, aber vielleicht dirigiert er seine Abwehr nicht genug oder strahlt Unsicherheit ab. Mittlerweile scheint man auch im Verein nicht mehr der Ansicht, ihn als neue #1 aufbauen zu können und sucht nach Ersatz für Faryd Mondragon. Für Kessler stünde dann die Entscheidung an, ewige #2 zu sein oder sein Glück bei einem Zweitligaclub zu suchen, denn dafür könnte es doch reichen.
