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Manchmal zweifelt man auch als Kölner schon an der Zurechnungsfähigkeit dieses Vereins. Zum Beispiel am 7. November 2008. Da spielt der FC in einem mehr als durchschnittlichen Heimspiel gegen Hannover 96, es sieht nach einem Unentschieden aus, da bekommt Wilfried Sanou am Strafraum den Ball, schießt miserabel und viel zu lang, der Ball wird abgefälscht und landet zum Sieg im Tor. Ab diesem Moment heißt der Typ nicht mehr Wilfried, sondern “WILLLLIEEEEEEEEEEEEEEEEEEEE” und ist Publikumsliebling. Dabei hat er in dieser Saison bislang kaum etwas gezeigt, was auf irgendeine Art und Weise dazu taugen würde, ihn zum Hoffnungsträger zu machen.

Sanou ist ein klassischer Rechtsaußen, ein schneller Flügelstürmer mit offensiven Zweikampfqualitäten – die er leider viel zu selten gezeigt hat. Es bleibt immer bei guten Ansätzen und der Möglichkeit, ihn gegen Ende für schnelle Konter aufs Feld zu werfen. Neun Einsätze, nur zwei vom kicker benotet, sprechen eine deutliche Sprache. Mehr ist da nicht, und ich hege keine große Hoffnung, dass das besser wird. Sein Vorteil ist, auf dieser Position mit Vucicevic (Totalausfall) und Broich (zu langsam für außen) zu konkurrieren. Aber wenn im Sommer ein rechter Flügelspieler käme, dürfte es bald ausgewilliiiiiiiiiiiiet haben.

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