Bei allen verdienten Lobeshymnen um den später folgenden Pedro Geromel darf man nicht vergessen, dass da einer neben ihm steht, nämlich Youssef Mohamad. Der 2007 nach Köln gewechselte Libanese war schon in der Aufstiegssaison ein Erfolgsgarant mit ausgeprägter Torgefahr für einen Innenverteidiger, und nun blüht er neben einem starken Partner aber etwas abseits des Rampenlichts vollends auf. Gute Technik, guter Pass, für einen Verteidiger ziemlich ordentlicher Antritt machten ihn schon im letzten Jahr aus und haben sich noch einmal verbessert. Geromel kommt hauptsächlich über das Stellungsspiel an den Ball, während Mohamad dahin geht wo es weh tut. Einziger Wermutstropfen: Er ist nur genauso groß wie ich, 1,82m. Und da hakt es noch bei Ecken und Flanken, wenn der oft die Übersicht verlierende Pezzoni und der defensiv nicht sonderlich starke Novakovic für die Kopfbälle zuständig sind, Mondragon öfter am Ball vorbeifliegt und Mohamad eben auch nicht drankommt. Dafür kann er nichts, diese Lücke kann nur durch einen neuen Torhüter geschlossen werden, der harte Ellenbogen hat.
Mohamad hat ansonsten viel richtig gemacht und ist ein Garant für Stabilität bei dünner Personaldecke – mir graut schon vor dem Spiel gegen Wolfsburg, wenn wohl Kevin McKenna den gesperrten Geromel ersetzen wird. 2011 läuft der Vertrag des Libanesen aus, eigentlich ist mir schleierhaft, wie wir den halten sollen. Es sei denn, man kann ihn von guten sportlichen Perspektiven überzeugen. Freuen würds mich.

