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Der, der immerzu lief…

August 28th, 2007

In der letzten Woche hat Ebi Smolarek Borussia Dortmund in Richtung Spanien verlassen. Ein Nachruf.

Rückblende:
Samstag, der 22. Januar 2005, ca. 16:30, Vfl Wolfsburg gegen Borussia Dortmund, Euzebiusz Smolarek wird für Salvatore Gambino eingewechselt und macht kurz darauf das erste Tor der Partie. Am Ende gewinnt der BVB mit 2:1.

Es war eine schreckliche Winterpause: Finanznöte, Lizenzsorgen, Tabellenplatz 14. Überdies grassierte das große Bänderreißen, das unwillkürlich Rufe nach Verstärkungen lautwerden ließ, die der Kontostand prompt im Keim erstickte. So wurde Ebi Smolarek von Feyenoord Rotterdam ausgeliehen, Pole, Außenstürmer und ehemaliger Schüler van Marwijks, der unter dessen Nachfolger Ruud Gullit über keinerlei Lobby mehr verfügte. Ein weitere Pfeife, eben.

Kurzum: Er traf. Gut, dreimal, aber was wichtiger war: Er lief und blieb. Der BVB war die beste Rückrundenmannschaft und verfehlte das internationale Geschäft nur knapp. In der Folgesaison avancierte er sogar zum Vertreter Jan Kollers und machte 13 Buden. Unvergessen: Die 3 Wuchtbrummen gegen Lautern. Immerhin 9 waren es in der letzten Saison – das ist – (rechnet) – Nelson Valdez multipliziert mit 9.

In der letzten Saison gab es diverse Scharmützel zwischen Ebi und Management. Er fühlte sich nicht genügend wertgeschätzt und unterbezahlt, wofür er einige Kritik ernten musste. “Die Heulsuse”, “Der Falschspieler”, “Bertis Mäuschen” spielte weiter, wie er es eben immer gemacht hat. Gelaufen ist er auch – wie kein Zweiter.

Jetzt ist er weg, endgültig. Spanien, Santander – gute Liga, gutes Geld, gutes Wetter. Dort verdient er wohl annähernd die Summe, die Nelson Valdez einstreichen darf. Ich habe seine Nummer auf dem Heimtrikot und er uns hoffentlich im Herzen. Müsste ja genug Platz sein, in so einem Läuferherz.

Sonntag, der 26. August 2007, ca. 20:15, Racing Santander gegen FC Barcelona, Ebi wird für Ivan Bolado eingewechselt und sieht keine Viertelstunde später Rot. Motivation war nie sein Problem.

Also dann, ich salutiere…

2 Responses to “Der, der immerzu lief…”

  1. chrischi

    kapiere ich ja echt nicht, warum der gehen musste. :/

  2. Tobias

    Er musste nicht gehen. Er ist gehen gelassen worden, weil er gehen wollte. Man hat vor zwei Wochen noch versucht, mit ihm in Vertragsverhandlungen zu treten.

    Vielleicht findet er ja in Santander die Anerkennung, nach der er sich so sehnt.

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