Sportteil

“Notbremse”

August 14th, 2007

Es war gleich am ersten Spieltag mal wieder soweit: Die erste Rote Karte der laufenden Saison für eine sogenannte Notbremse. Alexander Bugera vom 1.FC Kaiserslautern bekam sie in der Partie gegen Mönchengladbach. Er war aber das Opfer. Der Täter war Babak Rafati. Ob Herr Rafati jetzt tatsächlich der schlechteste Bundesligaschiedsrichter ist, lassen wir mal offen, das Spiel entglitt ihm mit dieser Entscheidung jedenfalls. Aber, soviel Pedanterie muss erlaubt sein, der gute Herr Rafati -und nicht nur der- sollte sich bitte mal die Regel durchlesen.

Da schreibt der Bayerische Fußballverband auf seiner Webseite z.B. (gleich zum Regel-PDF des DFB):

“Ein Spieler muss durch Zeigen der roten Karte des Feldes verwiesen werden, wenn er eine der folgenden sieben Regelübertretungen begeht:

5. einem auf sein Tor zulaufenden Gegenspieler eine offensichtliche Torchance nimmt, indem er eine mit Freistoß oder Strafstoß zu ahndende Regelübertretung begeht.”

Wir alle merken uns also für die Zukunft: Nirgends steht da etwas von letzter Mann und gerade bei Fouls auf Höhe der Mittellinie sollte man etwas mehr Fingerspitzengefühl erwarten dürfen. Es ist streng genommen unerheblich, ob es sich bei dem Foulenden um den letzten Mann handelt. Allerdings wäre es jetzt wohl müßig auseinaderzuklabustern, was eine offensichtliche Torchance ist, da darf dann der Mann an der Pfeife entscheiden. Im Falle von Alexander Bugera -das Foul passierte ein paar Meter vor dem eigenen Sechzehnmeterraum-war das aber nicht so. Er foulte gelbwürdig, aber er verhinderte keine offensichtliche Torchance seines Gegenspielers. Trotzdem werden sofort Wiederholungen eingeblendet und es wird sofort kontrolliert, ob der Foulende, denn nicht letzter Mann gewesen sei.
Vielleicht sollten sich unsere Herren Schiedsrichter und allen voran die meisten Beckmanns und Kerners dieser Republik mal den genauen Wortlaut der Regel durchlesen. Nur die Bayern nicht, die bekommen nämlich eh nie Rot.

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