Holpriger Titel, aber immerhin den Siegtorschützen ebenso untergebracht wie eine Hommage an Muff Potter.

Wer hätte das gedacht. Ohne Novakovic und Podolski läuft alles besser. Kaum fallen beide aus, schießt der FC in 200 Minuten 7 Tore und holt 6 Punkte. Ein Sebastian Freis zeigt plötzlich, dass er Fußball spielen kann. Ein Maniche schießt sein erstes Tor für den FC. Ein Petit stellt die Räume zu und ein Womé spielt fast fehlerlos.

Einzig: Das läuft alles nur auswärts. Da, in der Auswärtstabelle, steht der 1. FC Köln auf Platz 6. Vor dem HSV, vor Hoffenheim, vor Mainz, vor Mönchengladbach und vielen anderen. Zuhause dagegen hat man wieder Schiss vor Pfiffen, vor Druck und dem Express. Oder so. Ich erwarte jedenfalls nichts  für den kommenden Samstag, wenn es gegen den angeschlagenen HSV geht.

Das Spiel heute war zunächst einmal typisch. Soldo hatte im Vorfeld verlauten lassen, man habe gewisse Schwierigkeiten der Eintracht bemerkt, das Spiel selbst zu gestalten. Also versuchte der FC, die Frankfurter genau dazu zu zwingen. Was insofern funktionierte, dass es nur wenige Chancen gab, auf FC-Seite sogar kaum eine nennenswerte.

In Hälfte 2 wurde es dann beidseitig besser – weil beide merkten, dass drei Punkte ne verdammt gute Sache wären.

Das letzten Endes der FC das 1:0 schoss, verdankt er Marco Russ und Sebastian Freis. Freis, weil er von links schön in die Mitte zog und statt den halbgaren Abschluss zu suchen in die Mitte legte. Und Russ, weil er davon so überrumpelt war, dass Maniche den Ball freistehend am Elfmeterpunkt annehmen und, ganz ladylike, per Außenrist ins Tor bugsierte.

Das 1:1 dagegen musste wieder nach einer Ecke fallen. Das ist mittlerweile besorgniserregend, wie anfällig man bei Standards ist. Fünf der letzten sechs Gegentore fielen nach Standards, das dürfte einen Spitzenwert darstellen.

Den Siegtreffer besorgte dann wiederum Marco Russ. Was man dabei nicht vergessen darf, ist dass Petits Freistoß zuvor sehr gut geschossen war – Nikolov war nicht umsonst auf dem Weg in die falsche Ecke.

Es bleiben Erkenntnisse haften. Mondragon ist wieder auf Hinrundenniveau angekommen und macht Freude. Maniche ist auf der offensiven zentralen Position mittlerweile ziemlich gut aufgehoben. Aber am wichtigsten: Zoran Tosic zeigt das, was ich mir von ihm erhofft habe. Ein bisschen Arschlochattitüde, aber vor allem kleine Geistesblitze und schöne Dribblings. Genau das hat uns noch gefehlt. Noch 14 Spiele hat er, um uns Freude zu machen. Hoffen wir, dass das klappt.

24 Punkte sind es jetzt, sieben Punkte vor dem Relegationsplatz. Und wenn man sich Hannover und Hertha anguckt, dazu noch Freiburg und auch Nürnberg, dann dürften die das da unten unter sich ausmachen. Bis dahin gilt es, die Konzentration zu wahren. Und nicht in Panik zu verfallen, wenn es in den nächsten Wochen nicht so einfach läuft. Immerhin heißen die Begegnungen in den nächsten Wochen: HSV, Schalke, Stuttgart, Leverkusen, Bayern. Es wäre sehr ungünstig, aber keine Schande, da punktlos rauszugehen.

Immerhin gibt es dazwischen noch ein Highlight. Am 10. Februar spielt man in Augsburg um die Halbfinalteilnahme im DFB-Pokal. Nicht auszudenken was passiert, wenn wir das gewinnen. Nicht unmöglich, das zu verlieren. Augsburg ist ne gute Mannschaft. Aber dazu später mehr.

Die Noten, mal wieder: Mondragon (3) – Womé (4), Mohamad (3), Geromel (3), Brecko (3) – Petit (2), Pezzoni (3) – Yalcin (4), Maniche (2,5), Chihi (3), Freis (2,5)

Die Trainerentlasser

Januar 30th, 2010

Schon vor dem Spiel gegen Wolfsburg und der bei Sieg zu erwartenden Entlassung Armin Vehs überlegte ich, ob es Vereine gibt, die überdurchschnittlich oft für die Entlassung eines Trainers sorgen. Grundsätzlich dürften das ja eher unterklassige Vereine sein, gegen die auch ein angeschlagener Trainer bitte gewinnen sollte – tut er das nicht, ist er geliefert.

Vorliegend nun das Werk der letzten Stunde. Zugrunde liegt die Klickstrecke der Sportschau zu den Erstliga-Entlassungen der letzten fünf Jahre. Nicht gezählt wurden freiwillige Rücktritte (z.B. Daum), ausgelaufene Verträge (Meyer in Gladbach) und Entlassungen nach dem Saisonfazit (Funkel in Frankfurt, Skibbe in Leverkusen).

1. 1. FC Köln 4
  FSV Mainz 05  
2. VfL Bochum 3
3. 1. FC Nürnberg 2
  Arminia Bielefeld  
  Borussia Dortmund  
  Werder Bremen  

 

Jeweils eine Trainerentlassung besorgt haben: Hoffenheim, Leverkusen, Bayern, Schalke, der HSV, Hertha BSC, Rostock, Aachen, Cottbus und Kaiserslautern.

Also an der Spitze drei zwischen den Ligen pendelnde Vereine, ebenso Nürnberg und Bielefeld. Borussia Dortmund ist es als einzigem Verein gelungen, gleich zwei Trainer eines Vereins abzumelden (Frontzeck und Middendorp in Bielefeld).

Leg dich nicht mit Zoran an

Januar 27th, 2010

Entgegen aller eh niemals geglaubten Beteuerungen hat der 1. FC Köln jetzt also doch seinen ersten Winterzugang (und ich bin mir fast sicher, dass es der einzige bleibt). Zoran Tosic kommt leihweise von Manchester United.

In der Kölner Tagespresse war bis zuletzt fest davon ausgegangen worden, dass der FC eine Kaufoption erhalten würde – ich bezweifelte das von Anfang an. Einen 22 Jahre alten Spieler, vor einem Jahr für angeblich 7 Millionen Euro gekauft, schiebt man nicht so leicht an einen höchstens mittelklassigen Verein ab, der sich diesen Spieler dann auch erstmal ohne Risiko angucken kann.

Also, laut kicker, ohne Kaufoption. Was eine Weiterverpflichtung über den Sommer hinaus nicht ausschließt, aber unwahrscheinlich macht. Natürlich hat diese Konstellation durchaus ihre Nachteile. Die Leihgebühr ist unwiderbringlich weg, eine “Wertanlage” ist Tosic also nicht. Für ihn muss sich ein anderer Spieler, dessen Vertrag noch länger läuft, auf die Bank setzen. Das betrifft, je nach geplanter Position für Tosic Leute wie Ehret (guter Saisonanfang), Freis (guter Rückrundenanfang), Maniche (Troublemaker-Potenzial, leicht aufsteigende Formkurve).

Trotzdem muss man sich mal vorstellen, dass wir jetzt für 15 ausstehende Bundesligaspiele und im Optimum drei DFB-Pokalspiele einen Spieler haben, der vor einem Jahr 7 Millionen Euro wert war, der schon mal für Manchester United gespielt hat, der Nationalspieler ist. Und motiviert dazu, denn immerhin ließ er sich nur ausleihen, um Chancen auf die WM zu haben. Vorzuspielen dürfte ihm in Köln gelingen, alles weitere wird man sehen.

Den Namen Tosic kenne ich, um ehrlich zu sein, hauptsächlich durch den Bremer Linksverteidiger Dusko Tosic, den in Köln sicherlich keiner gerne sehen möchte. Zwei Einsätze für die erste Mannschaft von Manchester hat Tosic absolviert, das ist nicht viel. Aber dort hat er immerhin auch Leute wie Ryan Giggs vor sich. Keine Schande, da nicht zu spielen.

Daher habe ich wenig zum Spieler selbst zu sagen. Der kicker sagt, es ist ein Typ wie Marin. Techniker, wuselig, schnell, aber ohne Defensivinstinkt. Ich sage mal: Das ist nicht so schlimm. In Zeiten, in denen Lukas Podolski manchmal den Aushilfs-Sechser gibt, können wir einen vertragen, der nicht ausschließlich defensiv denkt. Einen Dribbler, den können wir aber gebrauchen. Der fehlt nämlich, seit Nemanja Vucicevic nach Israel gegangen ist. Und auch wenn wir Vucicevic oft verfluchten, wenn er nach dem dritten ausgedribbelten Gegner dann am vierten hängen blieb, es fehlt doch einer, der nicht sofort den Pass sucht, sondern auch mal aus Eigenantrieb eine neue Spielsituation herstellt.

Ein sinnvoller Transfer also. 1,5 Jahre Ausleihe, quasi das Kroos-Modell, wären natürlich besser gewesen. Aber was, wenn man doch noch absteigt? Dann hat man da einen Typen, der nicht mehr motiviert ist, und der ein ManU-Gehalt verdient. Also lieber so rum. Und ein halbes Jahr Zeit, einen Spieler zu finden, der das bietet, was Tosic anscheinend verspricht.

Herzlich Willkommen.

Der alte Affe Klick

Januar 3rd, 2010

Man muss sich Online-Sportjournalismus als eine Industrie vorstellen, in der Praktikanten, Volontäre und wenige Festangestellte möglichst viel Text produzieren, für den möglichst viel geklickt werden muss. Relevante Parameter sind dafür Sensationswert, Schnelligkeit, Klickstreckentauglichkeit.

Weder erzähle ich damit jetzt Neues noch mit der Leier, dass elementare Grundanforderungen wie Recherche kaum noch stattfinden. Trotzdem nervt es mich. Mich nervt, dass ich bei ausgewählten Sportblogs mittlerweile durchgehend mehr Qualität erwarten kann als bei einschlägigen Online-Sportportalen, die keine Printredaktion hinter sich haben.

Es geht nicht darum, ständig investigative Berichte zu lesen. Oder alles schwarz zu malen. Gerade bei Spox kann man manchmal wirklich lesenswerte Interviews und Geschichten entdecken. Aber das Tagwerk sind eben doch hastig, schludrig und beliebig zusammengeschüttete Texte, die Klicks bringen sollen.

Warum ich das alles erzähle? Weil oben genanntes Spox heute ein schönes Beispiel für die Peinlichkeit lieferte, die sich heute Onlinejournalismus nennt. Der Spox-Tagesticker bringt über den Tag verteilt Agenturmeldungen, Sportlerzitate aus Zeitungsartikeln (nahezu ausschließlich online – anscheinend ist einem in München der Print-Kicker zu teuer), aber hauptsächlich: Transfergerüchte. Gefühlt sind 80% aller im Ticker gemeldeten Neuigkeiten obskure Transferspekulationen aus der italienischen, spanischen, englischen Presse.

Heute machte der Tagesticker um 17:13 mit folgender Mitteilung auf, die sogleich auch zum Startseitenteaser wurde:

17.13 Uhr: Zvejzdan Misimovic zurück zum FCB? Der bosnische Mittelfeld-Stratege der Wölfe meint…ja! Wie der “Münchner Merkur” berichtet, kann sich Misimovic eine Rückkehr zu seiner ersten Bundesliga-Station gut vorstellen: “Ich würde gerne nochmal bei den Bayern spielen.” Misimovic als Zehner zurück zu den Bayern? Was haltet Ihr davon?

Was den eifrigen Spox-Redakteuren nicht auffiel: Ihre Quelle, der Münchner Merkur, war alt. In Internetzeiten sehr alt. Nämlich von Mai 2009. Wie also waren sie auf ihre “Nachricht” gekommen? Sie hatten im beliebtesten Inhaltsgenerator für Fußballschreiber nachgeguckt, der Gerüchteküche von transfermarkt.de. Und dort hatte gerade ein User namens Barmbekerjung, gesegnet mit ganzen 18 Postings bis heute abend, mehrere Threads aufgemacht, unter anderem jenen zu Misimovic mit der alten, inhaltlich gar veralteten Quelle, die er vollständig zitierte. Hätten die Spox-Redakteure also einfach nur ihre “Quelle” mal richtig gelesen, wäre ihnen sofort aufgefallen, dass das nicht stimmen kann. Hätten sie fünf Minuten gewartet bevor sie sich blamieren, hätten ihnen sogar die transfermarkt.de-User geholfen, die den Thread löschen ließen.

Oder sie hätten einfach Barmbekerjung beobachten können. Sein später eröffneter Gerüchtethread hieß “Jan Schlaudraff zu TuS Koblenz?”

2009 zu den Akten

Januar 2nd, 2010

Pünktlich nach 365 Tagen habe ich keine Lust mehr, die Zahlen “2009″ so hintereinander zu schreiben. 2010 klingt auch ganz gut. Um das absolvierte Jahr zu den Akten zu legen, meine Elf des abgelaufenen Kalenderjahres – aufgrund der Beobachtungsdichte naturgemäß bundesligadominiert.

Tor:

Manuel Neuer ist in einer weiterhin von spektakulären Paraden abhängigen Torhüterbewertungswelt ein Phänomen. Denn er zeigt nicht nur Reflexe, die mich an meine neurologischen Grenzen führen, er ist auch noch das beste Beispiel für einen modernen Torhüter. Er spielt mit, er läuft in die Flanken, aber das, was ihn von den Wieses und Adlers und Mondragons (= allen anderen) unterscheidet, ist seine Spieleröffnung. So weite und präzise Abwürfe, bis über die Mittellinie, würde ich gerne mit meinem rechten Fuß hinkriegen. Einer, der möglichst schnell weg müsste aus Schalke.

Abwehr

Dass Philipp Lahm in einer solchen Liste auftauchen muss, ist ja eigentlich klar. Umso bitterer, dass er nur noch hier als Linksverteidiger eingetragen ist. Lahm mag mittlerweile in allen Fußballdatenbanken der Welt als “beidfüßig” eingetragen sein, er bleibt aber ein Rechtsfuß mit einem gut geschulten linken Schuss. Das Problem dabei: Seine unmittelbare Torgefahr beim Zug nach Innen entfällt von rechts vollständig, weil für einen platzierten Schuss der linke Fuß nicht ausreicht – von links bleibt Lahm torgefährlich, kann aber auch mit links eine Flanke probieren, ohne damit zwangsläufig den Ball an den Gegner zu bringen.
Ebenso eindeutig ist natürlich, dass die Wahl des Innenverteidigers Nr.1 auf Pedro Geromel fällt. Das Gefühl, im eigenen Stadion, im eigenen Trikot, einen wirklich großen Spieler zu sehen, hat man nicht so oft, wenn man wie wir vor Anpfiff Karnevalsmusik hören muss und Kölsch trinkt. Geromel ist so einer, den wir irgendwann so weit nach oben abgeben, dass wir uns drei bis vier Verstärkungen von ihm kaufen können. Ich hoffe bloß, dass es noch etwas dauert bis dahin.
Die zweite Innenverteidigerposition könnten viele belegen, und sicher hat der kicker Recht, wenn er die Hyypiäs und co dort hin setzt (obwohl Bordon doch langsam nachlässt). Ich setze dort trotzdem einfach Jerome Boateng ein, der für die Innenverteidigung vielleicht so etwas ist wie Manuel Neuer vor einiger Zeit fürs Tor: Der hochveranlagteste deutsche Spieler auf der Position, dem aber seine bisweilige Tollpatschigkeit noch im Wege steht. Belege lassen sich schnell viele finden, das Russland-Spiel, der Platzverweis gegen Bremen. Aber eben auch die unfassbar großartige U21-EM im Sommer, als er ganze Spiele mit den Zahlen 0 und 100% absolvierte. 0 Fouls gespielt, 100% Zweikämpfe gewonnen. Das ist der Jerome Boateng den wir sicher in einigen Jahren dauerhaft sehen. Und wenn er im Sommer tatsächlich für 12 Millionen Euro wechseln darf, dann sollte da jeder Verein dran sein, der 12 Millionen ausgeben kann.
Auf der rechten Defensivseite ist die Auswahl nicht so groß – zumal, wenn man die Sympathie mit hereinnimmt (wodurch Demel, Rafinha, Ochs, Diekmeier, Träsch und Fritz schon herausfallen). Deswegen bleiben mir hier nur zwei Möglichkeiten: Mich lächerlich machen und Miso Brecko wählen, oder Patrick Owomoyela die verdiente Ehrung zuzusprechen. Die ganze Dortmunder Mannschaft macht derzeit Spaß, aber bei Owomoyela war das in diesem Maße nicht abzusehen. Eine historische Ungerechtigkeit, dass er nicht mit nach Asien durfte, wo stattdessen Träsch den zweiten Weis geben durfte – einen im Schwäbisch-Badischen Spielenden, der für nicht mehr gut ist als Nutellareklame zu machen.

Mittelfeld
Im defensiven Mittelfeld finden sich oft die besten, aber unbeachtetesten Fußballer dieser Welt. Ganz anders sieht das bei Zé Roberto aus. Als im August herauskam, dass er nicht ganz ablösefrei zum HSV gewechselt war, sondern 4 Millionen Euro Ablöse gekostet hatte, war das kaum ein großer Skandal – weil er trotz seines fortgeschrittenen Alters dieses Geld noch mehr als wert ist. Und dies zeigt er auch Leuten, die sonst nicht viel mit Fußball am Hut haben. Denn neben seinen neuentdeckten Defensivqualitäten spielt er auf offensiv noch einen Fußball, der jeden Erstligisten weiterbringen würde.
Auf dem linken offensiven Flügel darf sich einer durchsetzen, der trotz seiner Herkunft schon länger in meinem Fußballherz wohnt: Marcell Jansen. Als Linksverteidiger mit Defensivwacklern, nach vorne nun zum Ende der Hinrunde nun endlich in der Form, die ihn zurück in die Nationalelf spülen dürfte. Neben Schnelligkeit, Technik und Torabschluss bringt er auch noch die körperliche Robustheit und mentale Stabilität mit, die den Typus Flügelspieler ausmachen, der nicht bei jeder Gelegenheit erst herumwuselt und dann umfällt (Parallelen zu Marko Marin sind unbeabsichtigt, aber erwünscht).
Auf der rechten Seite spielt ein Teamkollege Jansens, der nicht unbedingt auf diese Seite gehört, aber unbedingt untergebracht werden musste: Eljero Elia. Ich muss zugeben, vor seinem Wechsel zum HSV nicht von ihm gehört zu haben. Dafür habe ich jetzt schon relativ viele Spiele von ihm gesehen. Man ist geneigt, ihn schnell in die Schublade des schnellen Dribblers zu stecken, der ballverliebt mit ein paar Übersteigern vorbeigeht. Marko Marin für Internationalisten oder so. Aber Elia ist viel mehr. Einer, der gerne hinter die Mittellinie zurückgeht und die Bälle erobert, der mehr Kilometer läuft als die meisten seiner Mitspieler, der den Abschluss genauso sucht wie den besser stehenden Mannschaftskollegen. Ich bin mir sicher: Wenn Ribéry im Sommer nach Madrid zieht, dann geht recht bald ein Fax aus München nach Hamburg. Man sollte hoffen, es kommt dort nicht an.
Im offensiven Mittelfeld der einzige Nicht-Bundesliga-Spieler für 2009. Es ist aber nunmal einfach so, dass ich mich jedes Mal freue, wenn ich Andres Iniesta im Fernsehen bewundern kann. Der kleine Junge mit dem Mondgesicht, dessen Augen die naive Bewunderung für den Fußball ausstrahlen, erzeugt den Eindruck, es hier mit dem Rain Man der Champions League zu tun zu haben. Mein persönlicher Weltfußballer 2009.

Sturm
In Deutschland kommt man für 2009 kaum am Wolfsburger Sturm vorbei. Folgerichtig hier dann auch Edin Dzeko vor Grafite, der in der zweiten Jahreshälfte vollständig abtauchte. Dzeko ist zudem jünger und scheint überall klarzukommen, in allen Systemen, in seinen beiden Mannschaften. Die Zeitungen scheinen Spaß daran zu haben, über seine Ablösesumme im Sommer zu spekulieren. 40 Millionen, heißt es grade. Guckt man sich den heutigen Markt an, ist das sicher nicht zu viel.
Etwas weiter aus dem Fenster geht es bei Dzekos Sturmpartner Patrick Helmes. Der hat immerhin die gesamte Hinrunde nicht gespielt, seiner Verletzungsanfälligkeit sei Dank. Dennoch bleibt er einer meiner Lieblingsspieler überhaupt – und ein Beispiel für die gute Jugendarbeit des 1. FC Köln. Drei Nationalspieler haben nur wenige Vereine hervorgebracht, die ständig zwischen Liga 1 und 2 herumpendelten. Und auch wenn Helmes jetzt beim Ausbildungskaufverein Nr. 1 spielt, ist er weiterhin ein großartiger Stürmer. Und einer, der nochmal ordentlich Wirbel in den WM-Kader bringen dürfte.

Liveblog: Effzeh – Glubb

Dezember 20th, 2009

Die beiden spielschwächsten Mannschaften der Liga treffen aufeinander – da muss ich dabei sein. Jetzt live!

Flieg, kleiner Marinkäfer

Dezember 6th, 2009

Bemühen wir mal eine der abgenutztesten Floskeln der Fußballschönrederei: Hätte man mir vor 15:30 Uhr einen Punkt gegen Bremen angeboten, hätte ich dankbar unterschrieben.

Hätte man ihn mir allerdings um 17:20 Uhr das selbe Angebot gemacht, hätte ich – bei selber Entscheidung – länger überlegt.

Es war ein äußerst merkwürdiges Spiel, in dem Werder Bremen als Tabellenzweiter uns als Abstiegskandidaten in jeder Sekunde überlegen war – der 1. FC Köln aber die besseren Chancen hatte.

Schon vorab war zu hören gewesen, dass Soldi auf den taktischen Tannenbaum setzen wollte – das klingt schön, ebenso wie die Zahlenreihe 4-3-2-1, trifft es aber doch eher weniger. Im Prinzip spielte man zwei Systeme, je nach Ballbesitz.

Bei gegnerischem Ballbesitz:
-----------Novakovic-----------
--------------------Chihi------
-------Podolski----------------
-----Pezzoni-Petit-Maniche-----
-Ehret-Mohamad-Geromel-Schorch-
------------Kessler------------

Bei eigenem Ballbesitz:
-----------Novakovic-----------
----Podolski-Maniche--Chihi----
---------Pezzoni-Petit---------
-Ehret-Mohamad-Geromel-Schorch-
------------Kessler------------

Das bedeutete in erster Linie wahnsinnig viel Laufarbeit für Maniche und Podolski, die defensiv eingespannt waren, aber den Ball nach vorne tragen sollten. Das funktionierte natürlich nur selten, weil Bremen ungefähr zwei Drittel Ballbesitz hatte. Trotzdem: Wenn es funktionierte, wurde es schnell gefährlich. Ein Nationalmannschafts-Podolski, ein Vorsaisons-Novakovic und ein geschickterer Schorch und der FC hätte gute vier Tore schießen können. Rein hypothetisch natürlich.

Und Bremen hatte natürlich auch gute Chancen und die Lacher auf seiner Seite, als Mohamad für seine klare Notbremse keine rote Karte gegeben wurde. Geschenkt. Ebenso wie die Tatsache, dass Marko Marin für seine Fallsucht nicht Gelb sah. Denn eigentlich war das, was die FC-Spieler machten, ziemlich geschickt: Jedes Mal zu lamentieren, wenn Marin fällt. Ein Spieler, der in Köln aufgrund seiner Theatralik ohnehin schon unbeliebt ist (immerhin bescherte sie unserem Aleks Mitreski im Derby mal die gelb-rote Karte – der abgewehrte folgende Freistoß führte übrigens im direkten Gegenzug zum 2:1 durch Patrick Helmes), zieht damit den Unwillen von 45000 Zuschauern auf sich. Ein absolut legitimes Mittel gegen einen, der auch wenn er tatsächlich gefoult wird nie so fallen müsste wie er es tut.

Geschenkt auch der neuerliche Spontanauftritt von Thomas Kessler. Wer das Spiel heute gesehen hat, der weiß dass wir im Sommer, wenn Mondragon denn in Rente geht, ein Torwartproblem haben. Denn so nett und sympathisch und in der ersten Liga gegentorfrei Kessler auch ist, er bleibt ein Unsicherheitsfaktor bei hohen Bällen und harten Schüssen. In besonderen Situationen wie heute führt das zu einer noch solider stehenden Abwehr, im Tagesgeschäft funktioniert das nicht mehr.

Was macht eigentlich Ralf Fährmann? Auf der Bank sitzen? In Frankfurt? Tja.

2,5 Milliarden und ein Kniefall

November 30th, 2009

Es gab einmal Zeiten, da wussten nur  Fußball-Nerds von der TSG Hoffenheim. Nicht aus sportlichen Gründen, sondern weil sie im Zuge des Hoyzer-Skandals ins Zwielicht gerutscht war. Einer ihrer Spieler sollte familiäre Verbindungen zu zahlreichen Wettbüros in der Region haben, eine rote Karte sei abgesprochen worden. Die Ermittlungen wurden nicht intensiviert, am Fall war nichts dran. Hoffenheim verschwand aus dem Gedächtnis des allzu kleinen Kollektivs.

Einige Jahre später kennt jeder Hoffenheim, und das liegt natürlich an Dietmar Hopp. Und weil hier ein Mann alle althergebrachten Regeln des bezahlten Fußballs außer Kraft gesetzt hat, polarisiert er. Und aus Gründen, die zu erfahren wirklich spannend wäre, schlägt sich die veröffentlichte Meinung ganz auf Seiten des Milliardärs aus dem Süden.

Am Wochenende spielte Borussia Dortmund ein Auswärtsspiel in Sinsheim, wo Hopp seinem Club eine schöne, allerdings etwas langweilige Arena neben das Technikmuseum gesetzt hat, für die – soviel Genauigkeit muss sein – der Verein eine “angemessene Miete”¹ bezahlt. Im Vorfeld hatte Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke die Clubs Hoffenheim, Leverkusen und Wolfsburg bei einer Aktionärsversammlung scharf angegriffen und die sinngemäße Forderung erhoben, dass Traditionsvereinen mehr Fernsehgelder zustünden als solchen Vereinen, die keine große Fan-Menge hinter sich wissen.

Der Hintergedanke wirkt auch schlüssig. Vor der Wolfsburger Meisterschaft waren nicht selten nur knapp über hundert mitgereiste Fans im Block in Müngersdorf, wenn der VW-Club zu Gast war. Bei 5000 reservierten Gästekarten ein beträchtlicher Einnahmeausfall für den gastgebenden Verein, und wenn es im Fußball liefe wie in der restlichen Wirtschaft, wäre Wolfsburg schnell abgestiegen – auch zuhause war der Fanzuspruch so niedrig, dass man sich wirtschaftlich kaum in der Liga hätte halten könnnen. Doch da gab es ja den Konzern Volkswagen, dessen 100%-Tochter der VfL Wolfsburg ist, der immer wieder Geld hinzugab, um den Etat zu decken und den Verein in der Liga zu halten.

Ähnlich lief es auch bei Bayer Leverkusen und jetzt eben Hoffenheim: Die althergebrachten Marktmechanismen wurden außer Kraft gesetzt, indem die Einnahmequelle aller Proficlubs, also der Zuschauerzuspruch, die verkauften Fanartikel und der sportliche Erfolg, zu irrelevanten Nebenfaktoren der Vereinsfinanzierung wurden. Durch das Einbringen von nicht systeminhärentem Geld wurde das System gestört. Ein Beispiel: Was würde sich Bayer aufregen, wenn Pfizer und Novartis plötzlich alle patentfreien Bayer-Produkte auf der Straße verschenken würden.

So wurde der Fußballmarkt, der in vielen europäischen Ländern schon völlig verkorkst ist, durcheinandergebracht. Plötzlich konnte ein Aufsteiger aus der Regionalliga einem frischen Bundesligaabsteiger sein Sturmtalent namens Vedad Ibisevic für 1 Million Euro abkaufen und sich den Luxus leisten, diesen Mann nicht einmal in der Stammelf spielen zu lassen – immerhin hatte man ja für acht Millionen Euro noch zwei Sturmtalente namens Demba Ba und Chinedu Obasi geholt – ganz zu  schweigen vom brasilianischen Spielmacher Carlos Eduardo, der alleine 7 Millionen gekostet hatte. Der bisherige Transferrekord in der zweiten Liga war übrigens der Wechsel von Milivoje Novakovic zum 1. FC Köln. 1,5 Millionen hatte der gekostet und er war zu einem Verein gegangen, der den europaweit höchsten Zuschauerschnitt aller Zweitligisten hatte und zudem durch den Weggang von Lukas Podolski frisches Geld auf dem Konto.

Doch zurück zu Hans-Joachim Watzke. Dessen Rede nahm die Sportschau zum Aufhänger, um einmal mehr klarzustellen, wie toll man Hoffenheim und Hopp findet. In An- und Abmoderation durch Reinhold Beckmann und den Spielbericht zog sich einzig und allein die Tendenz “Der gute Hopp gegen den Rest der Welt”. Drei Schlüsselbegriffe wurden hier verwendet: “Populist” für Watzke, “Ewig-Gestrige” und “Unverbesserliche” für die Dortmunder Fans, die in tendenziell geschmacklosen Plakaten und Gesängen gegen den Gegner protestiert hatten.

Nun stößt die Bezeichnung Watzkes als “Populist” selbst in Dortmunder Fankreisen nicht auf großen Widerspruch. Dennoch gelingt es Beckmann hiermit zuverlässig, jede tiefergehende Beschäftigung mit der Sache, mit dem Inhalt von Watzkes Rede zu übergehen. Dass man für die Dortmunder Fans allerdings den Begriff “Ewig-Gestrige”, zumeist eine Bezeichnung für Reaktionäre und Geschichtsrevisionisten wählt, zeugt allerdings von völlig fehlendem Fingerspitzengefühl und beeindruckender Chuzpe.

Doch überhaupt wird das Projekt Hoffenheim von Beginn seiner Wahrnehmung an (namentlich dem Zweitligaaufstieg und der ersten großen Einkaufswelle) von den Medien, namentlich vor allem der Sportschau, äußerst wohlwollend verfolgt. Dies beginnt schon mit der mittlerweile völlig kritiklos eingebürgerten Bezeichnung Dietmar Hopps als “Mäzen”. Ein Mäzen ist ein Geldgeber für Künstler, Vereine, Einrichtungen etc, der keine direkte Gegenleistung verlangt. Komponisten und Maler hatten Mäzene. Die TSG Hoffenheim hat keinen. Sie hat einen Investor. Wie das System genau läuft, hat Hopp dem SPIEGEL offen und ehrlich erklärt:

Ich habe in der Spielbetriebs-GmbH eine stille Beteiligung. Ich halte 49 Prozent, der Club 51 – mehr erlaubt mir die Regel der Deutschen Fußball Liga nicht. Die stillen Einlagen sind eigentlich rückzahlungspflichtig. Doch wenn diese Regel 50 plus 1 irgendwann fallen sollte, werden die Einlagen in Eigenkapital umgewandelt, und dann werde ich entsprechend mehr Anteile erwerben.

Um es also auf den Punkt zu bringen: Hopp hat die Mehrheit an der TSG Hoffenheim in dem Moment, in dem dies rechtlich möglich ist. Er ist Martin Kind weit vorraus. Dass er sich nicht mit Kind in dessen Rechtsweg verbrüdert, dürfte taktische Gründe haben. In jedem Fall ist die TSG Hoffenheim eine Investition von Hopp², die irgendwann durchaus eine ordentliche Rendite abwerfen könnte. Und es ist eine kreative und sicherlich legale Umgehung der derzeitigen DFB-Verbote, Mehrheitseigner bei einem Fußballverein zu werden.

Niemand wird bestreiten, dass die TSG Hoffenheim einen attraktiven und hochwertigen Fußball spielt. Sportlich bereichert sie die Liga. Zum Heilsbringer taugt sie allerdings nicht. Der übliche Weg wäre der des Ausbildungsvereins, wie es der SC Freiburg, Borussia Mönchengladbach und in größerem Maße Werder Bremen sind: Junge Spieler holen, formen, erfolgreich machen, mit Gewinn verkaufen. Dietmar Hopp hat das selbst als Leitbild der TSG formuliert. Nun kamen nach der erfolgreichen ersten Saison die Scouts, die Berater und die Manager und wollten Spieler wie Demba Ba und Vedad Ibisevic kaufen – eine klassische Situation, in der zum Beispiel einem Klaus Allofs, immerhin Manager des letzten UEFA-Cup-Finalisten aller Zeiten, die Hände gebunden wären – und die TSG Hoffenheim sagte Nein. Sie verlängerte Verträge zu erhöhten Konditionen, sie schlug Angebote für ihre Spieler aus. Ein weiterer Bruch mit anfangs pompös formulierten Leitbildern des Vereins.

Der erste Bruch war beim Aufstieg in die zweite Liga zu spüren. Anscheinend hatte man Blut geleckt. Es konnte nicht schnell genug gehen mit dem Aufstieg in die höchste Spielklasse. Der Anspruch mit jungen Spielern aus der Region, zumindest aber aus Deutschland, sportlich erfolgreich zu sein wurde ad acta gelegt. Drei der insgesamt 12 neuen Spieler der Saison waren Deutsche, der Rest kam aus Norwegen, Belgien und Ghana mit brasilianischen, schwedischen und nigerianischen Pässen im Gepäck.

Nun wäre das alles kein Problem, wenn man dabei ehrlich wäre. Natürlich müsste man dann mit dem Vorwurf leben, ein Retortenverein zu sein. Der Ausdruck des “deutschen Abramowitsch” würde häufiger in den Medien zu lesen sein. Aber letzten Endes wäre mehr Ruhe in den Kurven der deutschen Stadien, wenn man dort stehend nicht laufend das Gefühl hätte, von diesem kleinen Großclub und den Medien verschaukelt zu werden. Jeder findet es toll, wenn ein Verein aus jungen, unbekannten Talenten große Spieler formt, die man im Gedächtnis behält. Aber dass Talente 7 Millionen Euro kosten, führt dieses Prinzip ad absurdum. Es fehlt die Relation zum Rest der Liga, die staunend mit ansehen muss, wie hier angeblich ein Verein alles richtig macht, indem er mit fremdem Geld ziemlich gezielt aber in großem Stil um sich wirft.

Gerade die Sportschau lebt davon, dass Fußball mehr ist als nur ein Ergebnissport. Sie zeigt die Kurven, sie stilisiert Stadtderbys zu epischen Schlachten, die zitiert in jeder Sendung die Fußball-Historie. In Hoffenheim nun nur auf den reinen Sport zu sehen ohne einmal kritisch dessen Zustandekommen zu thematisieren ist die selbe Doppelzüngigkeit, mit der man im Trailer zum Tor der Woche Bilder von am Zaun jubelnden Spielern und  abbrennenden bengalischen Feuern zeigt, solche unkontrollierte Eskalation im konkreten Fall aber scharf verurteilt.

¹ Hopp im Interview mit dem SPIEGEL, 20.10.2008

² Wobei ich nicht bestreiten will, dass diese Investition eine Herzensangelegenheit ist

Die Reißleine ziehen

November 21st, 2009

10 Argumente gegen die Kontinuität im Traineramt

  1. Mit einem mit Qualität (Podolski, Maniche, Schorch, Freis) ergänzten Kader noch weniger Spielqualität als in der Vorsaison
  2. Sklavisches Beharren auf einem nichtfunktionierenden Spielsystem, das die Stärken von Maniche und Petit völlig verpuffen lässt
  3. Nicht stattfindende Integration von hoffnungsvollen Jungspielern wie Taner Yalcin, der in der letzten Saison gegen den HSV bester Mann auf dem Platz war. Es fehlt Kreativität, und unser 19-jähriger Spielmacher sieht kein Land
  4. Eine Teamatmosphäre, die nicht einmal aus der Ferne irgendein positives Element erkennen lässt
  5. Eine Posse um die beiden slowenischen Nationalspieler, die man lieber verärgert, als sie 12 Stunden später in Köln zu empfange
  6. Der untaugliche Versuch, genau diese beiden Spieler zum Sündenbock einer desolat funktionierenden Mannschaft gegen Hoffenheim zu machen
  7. Fehlende Außendarstellung, keinerlei durch die Persönlichkeit transportierte Energie
  8. Das Unvermögen, schon im Sommer Spieler für die wirklich wichtigen Positionen gefordert und bekommen zu haben. Überraschung, Womé verletzt sich. Und dann muss Brecko als Linksverteidiger spielen. Klasse Idee
  9. Die miserablen Leistungen in der Liga werden bislang vom DFB-Pokal kompensiert – mit der derzeitigen Lage ist man aber gegen Augsburg nichtmal Favorit
  10. Tut sich auf der Trainerposition nichts, droht ab Anfang Dezember bis zum 31. Januar ewige Unruhe um wechselwillige Spieler. Novakovic, McKenna, wir können uns nicht leisten wegen einem nicht sattelfesten Trainer noch mehr Unruhe in den Kader zu kriegen.

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